Hertha BSC mit BefreiungsschlagSchalke 04 wirft im Dzeko-Rausch Sieg gegen Dresden weg

Auch im fünften Liga-Spiel in Folge bleibt Schalke 04 ohne Sieg. Ein Dzeko-Doppelpack ist gegen Dynamo Dresden nicht genug. Im Jahr 2026 läuft es noch nicht für den Spitzenreiter. Hertha BSC feiert den ersten Erfolg seit November. Leistner schlägt dabei Purzelbäume. Paderborn bleibt oben dran.
FC Schalke 04 - Dynamo Dresden 2:2 (0:0)
Der FC Schalke 04 hat trotz eines Doppelpacks von Edin Dzeko seine Sieglosserie in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Das Team von Trainer Miron Muslic kam gegen Abstiegskandidat Dynamo Dresden nach Führung nur zu einem 2:2 (0:0). Die Gäste aus Sachsen holten spät einen Zwei-Tore-Rückstand auf.
Altstar Dzeko (52., 70.) traf gleich doppelt bei seinem ersten Einsatz von Beginn an und hielt zunächst das Gros der rund 62.000 Fans von einem Dreier träumen. Schalkes Hasan Kurucay (78.) brachte kurz vor Schluss mit einem Eigentor die Dresdner nochmal heran, ehe Thomas Keller (87.) ausglich.
Schalke wartet im neuen Kalenderjahr weiter auf den ersten Sieg und muss um die Tabellenführung bangen. Königsblau gewann keiner der letzten fünf Spiele. Die Gäste knüpften dagegen an ihre verbesserte Form im neuen Jahr an, bleibt jedoch vorerst auf Rang 17.
Schalkes prominenter Winterneuzugang aus Bosnien vergab bereits in einem insgesamt ereignisarmen ersten Durchgang die beste Chance. Einen zu kurz geratenen Rückpass erlief Schlitzohr Dzeko, traf aus spitzem Winkel anstatt des verwaisten Tores jedoch nur das Außennetz.
Mit Schwung und Außenangreifer Adil Aouchiche kamen die Gastgeber aus der Pause und erlebten die Erlösung. Aouchiche legte von außen auf den Elfmeterpunkt zurück, wo Dzeko den Fuß hinhielt und die Führung besorgte. Ähnlich abgebrüht präsentierte sich der Stürmer rund 20 Minuten später, als er aus dem Stand aus etwa 21 Metern halbhoch ins linke Eck einschweißte. Kurz darauf hatte der Bosnier Feierabend. Der zuletzt noch vor einem Wechsel in die USA stehende Moussa Silla ersetzte den 39-jährigen Altstar. Schalkes Hasan Kurucay (79.) sorgte kurz vor Schluss mir einem Eigentor nochmal für Spannung.
SV Elversberg - Hertha BSC 0:3 (0:1)
Hertha BSC hat einen Befreiungsschlag gelandet und sich im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl gewann beim Konkurrenten SV Elversberg mit 3:0 (1:0) und beendete ihre Negativserie von sechs Ligaspielen ohne Sieg. Ein Kopfballtor von Pascal Klemens (42.) ebnete den Weg zum ersten Erfolg seit Ende November.
Luca Schuler (58.) nach einem Konter und Toni Leistner (79.) entschieden die Partie. Leistner schlug nach seinem Tor hellauf begeistert einen Purzelbaum. Die Hertha rückte durch den Dreier an die SVE heran, mit 34 Punkten liegen die Berliner auf Platz sechs in Schlagdistanz zur Aufstiegszone. Elversberg besitzt als Tabellendritter (38 Punkte) aber noch immer Vorteile.
Die Partie auf der "Baustelle" in Elversberg bot zunächst wenig Höhepunkte. Michal Karbownik (5.) verhinderte mit einer Klärungsaktion in höchster Not den frühen Rückstand für Berlin. Kurz vor der Pause sorgte Klemens mit seinem Treffer nach einer Ecke für die etwas schmeichelhafte Führung der Gäste.
Kapitän Fabian Reese verpasste kurz nach dem Seitenwechsel das 2:0 (48.), Florian Le Joncour blockte Reeses Schuss auf der Linie. Zehn Minuten später behielt Schuler am Ende eines schnellen Gegenstoßes die Nerven.
SC Paderborn 07 - 1. FC Nürnberg 2:1 (2:0)
Der SC Paderborn ist im engen Aufstiegsrennen wieder auf Kurs. Die Mannschaft des gesperrten Trainers Ralf Kettemann gewann gegen den 1. FC Nürnberg verdient mit 2:1 (2:0) und rückt in der Tabelle auf einen Aufstiegsplatz vor.
Sebastian Klaas (26.) per Foulelfmeter nach Videobeweis brachte die Gastgeber, die sich in den vergangenen drei Spielen zwei Niederlagen geleistet hatten, in Führung. Drei Minuten später gelang Laurin Curda (29.) das 2:0. Luka Lotschoschwili (75.) verkürzte. Nürnberg spielte ab der 51. Minute in Unterzahl: Rafael Lubach sah wegen groben Foulspiels Rot. Der FCN tümpelt weiter im Mittelfeld herum.
Paderborn benötigte eine gewisse Anlaufzeit, ehe Schiedsrichter Eric Weisbach nach einem unnötigen Foul von Stjopa Mkrtschjan an Curda nach Videostudium auf Strafstoß entschied. Der Club hatte sich nach dem Rückschlag noch nicht richtig sortiert, da stand es auch schon 0:2. Die Nürnberger Abwehr zeigte dabei große Lücken. Curda hatte nach Querpass von Santiago Castaneda wenig Mühe.
Der FCN hatte zwar durch Adam Markhiev die große Chance zum Anschluss, doch ansonsten hatte der SCP alles im Griff und hätte zur Pause sogar noch höher führen können. Nach der harten Entscheidung gegen Lubach bestimmte Paderborn zunächst klar das Geschehen. Nürnberg gab jedoch nicht auf.